Weinlager

Ca. 1934 wurde der Lagerstollen für die Kelterei in den Berg getrieben. Seitdem lagerten dort Eichen-Fässer mit Wein. In den Kriegsjahren wurde der Stollen auch als Bunker benutzt (im Dresdner Volksmund auch „Mutschmann-Bunker“ genannt) und als Vorwarnstation für Firmen bei Luftangriffen verwendet. Nach Kriegsende wurden die Kelterei und somit auch der Stollen „Volkseigener Betrieb“. 1951 und 1955 erfolgte eine Erweiterung des Stollens auf 1200 m². Ab 1994 wurde die Lockwitzer Produktionsstätte geschlossen. Um eine weitere Nutzung zu ermöglichen, wurden 2003 hohe Investitionen getätigt. Ab diesem Zeitpunkt wurde ein Teilstück für Veranstaltungen genutzt, Oktober 2011 wurde der Dresdner Salzstollen zur Erholung im Naturstollen eröffnet. Zum 80. Jubiläum wurde der letzte Teil der Dresdner Unterwelten wieder in die Nutzung genommen.

Durch seine idealen Bedingungen eignet er sich besonders als Weinlager. Deshalb lagern hier seit 2014 wieder traditionell besondere Weine im Naturstollen.

Naturstollen Lager

Zum 80. Jubiläum (2014) unseres Naturstollenlagers greifen wir wieder eine alte Tradition auf, denn hier lagerte schon vor genau 80 Jahren der Wein der Dresdner Kelterei Lockwitzgrund.

Der Keller macht den Wein„, besagt ein altes Sprichwort

  • Konstante Temperatur über das ganze Jahr hinweg von 12 °C, diese Konstanz ist nur in einem Weinkeller dieser Klasse zu finden.
  • Wein ist ein lebendes Produkt, das durch den Korken „atmet“. Deshalb ist ein minimaler Austausch der Naturstollenluft bei ca. 80 % Luftfeuchtigkeit nötig.
  • Frei von schädlichen Umwelteinflüssen (ca. 19 Meter unter der Erdoberfläche).
  • Kein Einfluss durch natürliches Licht, denn ultraviolette Strahlen zersetzen den Wein auf Dauer.

Dieser Wein wird von Hand in unseren Naturstollen eingelagert und ruht dort für 6 Monate unter optimalen Bedingungen. Tief im Stollen herrscht eine konstante Temperatur von 12° C und es dringt kein Tageslicht durch den massiven Granitstein des Naturstollens. Eine Vielzahl von schädlichen Umwelteinflüssen bleibt draußen, denn auch der Naturstollen befindet sich inmitten eines Biotops. Nur leise klassische Musik umhüllt den Wein bei seiner Reife. Schließlich wird der Wein von Hand wieder ausgelagert und kann nun von ihnen genossen werden.